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Der Ukraine-Krieg - was will Russland wirklich?

Verantwortlicher Autor: Christoph Gruhn Berlin, 06.04.2022, 13:56 Uhr
Presse-Ressort von: Christoph Gruhn Bericht 7085x gelesen
der Rote Platz in Moskau
der Rote Platz in Moskau  Bild: designerpoint / Pixabay

Berlin [ENA] Der Krieg in der Ukraine nimmt immer absurdere Züge an. Nicht nur auf den Schlachtfeldern, sondern auch bei allem, was drumherum passiert. Es stellt sich die Frage, was Russland tatsächlich mit diesem Krieg erreichen will. Eine Befreiung der vermeintlich unterdrückten Provinzen scheidet wohl aus.

Mit dem Einmarsch in die Ukraine verband Russlands Präsident Putin die Befreiung der unterdrückten, vornehmlich russischstämmigen Bevölkerung in den westlichen Provinzen der Ukraine. Was anfangs für möglich gehalten werden konnte, scheint mehr und mehr eine Finte zu sein. Was beabsichtigt Russland tatsächlich mit diesem Krieg. Die eingesetzten Truppen scheinen mehr und mehr unter Nachschubmangel zu leiden.

Vor diesem Hintergrund erscheint es als unwahrscheinlich, dass Russland die besetzten Gebiete überhaupt behalten, geschweige denn "befreien" könnte. Der Schauplatz des Krieges rückt immer mehr in wirtschaftliche Bereiche vor. Denn die Ukraine ist ein wichtiger Lieferant für Agrarerzeugnisse. Und das nicht nur für Deutschland, sondern für viele weitere Länder. Auf der anderen Seite steht Russland.

Der einstmals "große Bruder" der Ukraine aus dem Osten erscheint mehr und mehr als ein cleverer Schachspieler, der viele Züge der westlichen Nationen zumindest ins Kalkül gezogen hat. Der kurzfristige Absturz des russischen Rubels wurde jedenfalls eindrucksvoll gestoppt. Die Wirtschaftssanktionen betreffen zwar die Bevölkerung, jedoch laufen die Exporte von Öl und Gas unvermindert weiter. Bedroht wird tatsächlich die westliche Wirtschaft, sollte es nicht bald zu einer Einigung und einer Befriedung der Ukraine kommen.

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